Dunkle Röstung ohne unnötige Bitterkeit zubereiten
Mit Temperatur, Verhältnis und sauberer Maschine kräftige Röstaromen von verbrannter Bitterkeit trennen.
Artikel lesen →Mit drei Tassen und wenigen Regeln Erwartungen ausschalten und den eigenen Geschmack genauer kennenlernen.

Preis, Verpackung und Herkunft beeinflussen unsere Erwartung. Eine kleine Blindverkostung trennt diese Geschichten für einen Moment von dem, was tatsächlich in der Tasse ankommt.
Dafür braucht es keine professionelle Prüfung. Zwei oder drei Kaffees werden möglichst vergleichbar zubereitet und von einer zweiten Person codiert. Ziel ist kein objektiver Sieger, sondern eine präzisere Beschreibung des eigenen Geschmacks.
Nutze gleiches Wasser, identisches Verhältnis, gleiche Temperatur und frisch gereinigte Geräte. Unterschiedliche Röstgrade brauchen möglicherweise angepasste Mahlgrade; dokumentiere deshalb jedes Rezept. Serviere in gleichen, vorgewärmten Tassen.
Notiere Duft, Süße, Säure, Körper und Nachgeschmack. Versuche nicht zuerst, Herkunft oder Preis zu erkennen. Aussagen wie „klarer“, „schokoladiger“ oder „trockener“ sind hilfreicher als nur „gut“ und „schlecht“.
Eine Person nummeriert die Tassen verdeckt. Alle probieren zunächst warm, dann leicht abgekühlt. Erst nach den Notizen wird aufgelöst. Wiederhole den Favoriten am nächsten Tag als normalen Alltagskaffee.
Verschiedene Bohnen mit demselben ungeeigneten Mahlgrad zu brühen macht den Test unfair. Blind bedeutet nicht unkontrolliert.
Bewahre die Notizen auf. Nach mehreren Runden entstehen klare Muster, die beim Einkauf mehr helfen als allgemeine Bewertungen.
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